Würzburg - Weltkulturerbe. Weingenuss. Wohlgefühl.








Vom 28. – 30. Mai 2010 lud der Freizeitverein zu einem 3-Tagesausflug nach Würzburg ein.
Pünktlich um 08.00 Uhr machten sich die Ausflügler auf die Reise. Nach einem kurzen Cappuccino-Aufenthalt auf der Raststätte Ellwanger Berge traf man gegen Mittag in MARKTBREIT – einem malerischen Städtchen am Main – im vorreservierten Hotel Löwen ein. Nach dem Mittagessen ging’s am Main entlang weiter nach Würzburg . Kurzer Check-in im Hotel Lindleinsmühle und schon ging’s weiter zur geführten Besichtigung der Residenz, einem UNESCO-Weltkulturerbe.
Höhepunkte der Residenz sind das Treppenhaus des Hofarchitekten Balthasar Neumann und das vom eigens aus Venedig berufenen Giovanni Battista Tiepolo geschmückte Gewölbe mit dem größten Deckenfresko, das je gemalt wurde - rund 600 Quadratmeter.

Anschließend öffnete für uns das Würzburger Weindorf seine Pforten. Ein Ereignis, dessen unverwechselbares Flair seinesgleichen sucht. Denn das heiterste und stimmungsvollste Fest im Würzburger Jahreskreis entfaltet sich inmitten einer prachtvollen Kulisse berühmter Bauwerke aus verschiedenen Stilepochen. Das reichhaltige Sortiment fränkischer Schoppen- und Bocksbeutelweine aller Qualitäts- und Prädikatsränge ist dort genauso selbstverständlich wie die Vielfalt der heimischen Frisch- und Naturprodukte, welche keine kulinarischen Wünsche offen lassen.
Gebührenden Ausklang fand der Abend bei einem „Absacker“ in der Beiz neben dem Hotel. Mit vielen guten Ideen im Kopf, der Sage nach vom Frankenwein vermittelt, wurde gleich in Hubert´s Geburtstag hinein gefeiert.



Am Samstag stand als erstes eine
Altstadtführung auf dem Programm. Ein Gästeführer nahm uns mit auf einen spannenden Rundgang durch Geschichte und Stadt. Die Neumünsterkirche gilt als Urstätte des Christentums in Franken, errichtet über der Grabstätte des hl. Kilian und seiner Gefährten, die hier als Missionare im Jahre 689 ermordet wurden. Im Kirchgarten besuchten wir das Grabdenkmal für Walther von der Vogelweide. Im Dom St. Kilian konnte man Werke des Tilmann Riemenschneider, wohl bedeutendsten Bildhauer seiner Zeit, begutachten. Äußerst sehenswert ist auch die Alte Mainbrücke, in welcher die Ähnlichkeit zur imposanten Karlsbrücke in Prag auffällt. Weitere Stationen waren die gotische Marienkappelle und das Falkenhaus mit seiner prächtigen Rokokofassade.
Mittag gegessen wurde im Biergarten des Gasthofs Schützenhof, mit weitläufigem Blick über Würzburg. Und schon mal in der Nähe wurde auch die Wallfahrtskirche „
Käppele“ auf dem Nikolausberg besucht, ein Kleinod des Barocks, erbaut nach Plänen von Balthasar Neumann.

Am Samstagabend wurden wir auf der "Alten Liebe“, ein Restaurantschiff auf dem Main, mit einem Fränkischen-Schlemmerbuffet verwöhnt. Gefahren wurde ca. 3 Std. von Würzburg Richtung Randersacker - mit Schleusung - und zurück in Richtung Veitshöchheim. Ausklang fand der Abend wieder, war nicht anders zu erwarten, bei einem „Absacker“ in der Beiz nebenan.

Aufgrund der zweifelhaften Wetterlage wurde am Sonntagmorgen der Rokokogarten in Veitshöchheim kurzerhand aus dem Programm genommen und fuhr stattdessen direkt nach Rothenburg. Rothenburg ob der Tauber ist wegen seines mittelalterlichen Stadtbildes weltbekannt. Die Stadtmauer mit vielen mächtigen Türmen wie dem Röderturm umgibt die gesamte Altstadt und ist sogar begehbar. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Rothenburg ob der Tauber gehört die St. Jakobs Kirche mit dem Heilige Blut Altar von Tilman Riemenschneider. Der Sage nach besitzt er eine Reliquie erster Güte - einen Tropfen des Blutes Christi, was die Kirche zum Wallfahrtsort machte. Auch Schneeballträume und Käthe Wohlfahrt mit ihrem liebevoll gefertigten traditionellen Weihnachtsschmuck aus Holz und Glas sind in Rothenburg Zuhause.

Mit schönen Erinnerungen an die vergangenen drei Tage im Gepäck machten wir uns schließlich mit unserem zuverlässigen Chauffeur Dominik auf die Heimreise.